Dankbarkeitstagebuch-App: Worauf es wirklich ankommt
Sieben Punkte, an denen du eine gute Dankbarkeits-App erkennst, und wann Papier besser passt.
Ein Dankbarkeitstagebuch funktioniert auf Papier genauso wie auf dem Handy. Der Unterschied liegt im Alltag: Das Handy hast du immer dabei, es erinnert dich, und du kannst nach Monaten zurückblättern, ohne einen Stapel Notizbücher zu durchsuchen. Dafür bringt eine App eigene Fragen mit, vor allem beim Datenschutz. Hier sind die Punkte, an denen du eine gute Dankbarkeitstagebuch-App erkennst.
Worauf du bei einer Dankbarkeitstagebuch-App achten solltest
Wo deine Einträge gespeichert werden
Ein Dankbarkeitstagebuch ist privat. Prüf deshalb vor dem ersten Eintrag, ob deine Texte nur auf deinem Gerät liegen oder auf den Servern des Anbieters. Brauchst du ein Konto? Werden Inhalte ausgewertet? Ein Blick in die Datenschutzangaben im App Store (der Abschnitt „App-Datenschutz“) beantwortet das in einer Minute.
Wie lange ein Eintrag dauert
Die meisten hören nicht auf, weil ihnen die Übung nichts bringt, sondern weil sie zu aufwendig wird. Eine gute App lässt dich in unter einer Minute drei Dinge aufschreiben, ohne Pflichtfelder, Stimmungsskalen und Menüs.
Erinnerungen ohne Druck
Eine tägliche Erinnerung hilft beim Dranbleiben. Strenge Serien, die bei einem verpassten Tag auf null springen, bewirken oft das Gegenteil: Wer die Serie verliert, hört ganz auf. Besser ist eine App, bei der ein ausgelassener Tag einfach ein ausgelassener Tag ist.
Deine Sprache
Dankbarkeit schreibt man am leichtesten in der eigenen Sprache. Achte darauf, dass die App wirklich auf Deutsch ist und nicht nur eine Übersetzung der Store-Seite hat.
Rückblick und Suche
Der größte Vorteil gegenüber Papier: Du kannst nach einem Namen, einem Ort oder einem Wort suchen und siehst auf einen Blick, an welchen Tagen du geschrieben hast. Gerade an schlechten Tagen ist es wertvoll, alte Einträge wiederzufinden.
Export
Deine Einträge gehören dir. Eine gute App lässt dich dein Tagebuch jederzeit als PDF oder Text exportieren, als Sicherung oder zum Ausdrucken.
Kosten: Abo oder Einmalkauf
Viele Apps lassen sich ein paar Tage kostenlos testen und kosten danach etwas. Das ist fair, solange es klar ist. Schau, ob es neben dem Abo auch einen Einmalkauf gibt: Für ein Tagebuch, das du jahrelang führst, rechnet sich das oft.
App oder Papier?
Beides funktioniert. Entscheidend ist, was du wirklich jeden Tag benutzt.
- Papier passt zu dir, wenn du gern mit der Hand schreibst, abends ohnehin ein festes Ritual hast und das Notizbuch sichtbar liegen kann.
- Eine App passt zu dir, wenn du oft unterwegs bist, eine Erinnerung brauchst oder später nach Einträgen suchen möchtest.
- Kombinieren geht auch: unter der Woche kurz am Handy, am Wochenende ausführlicher auf Papier.
Wenn du lieber auf Papier schreibst: Eine einfache Vorlage zum Ausdrucken findest du bei unseren Fragen fürs Dankbarkeitstagebuch.
Three Things: so erfüllt es diese Punkte
Three Things ist eine Dankbarkeitstagebuch-App fürs iPhone und iPad, gebaut um genau eine Übung: jeden Tag drei gute Dinge aufschreiben.
| Speicherung | Nur auf deinem Gerät. Kein Konto, keine Cloud, funktioniert offline. Laut App-Store-Datenschutzangaben werden keine Daten erhoben. |
|---|---|
| Aufwand | Drei Zeilen, etwa eine Minute. |
| Erinnerung | Eine sanfte, optionale Erinnerung am Tag. Ein verpasster Tag ist kein Drama. |
| Sprache | Komplett auf Deutsch (und Englisch). |
| Rückblick | Verlauf, Suche, Statistiken und eine Jahresansicht aller Tage, an denen du geschrieben hast (mit Premium). |
| Export und Schutz | Export als PDF oder Text und Sperre mit Face ID (mit Premium). |
| Kosten | Die ersten 5 Tage kostenlos. Danach Premium als Jahresabo oder als Einmalkauf. Den Preis in Euro zeigt dir der App Store. |
| Geräte | iPhone und iPad ab iOS 15.1. Keine Android-Version. |
Fragen
Gibt es Three Things auch für Android?
Nein. Three Things gibt es nur für iPhone und iPad (ab iOS 15.1).
Ist die App kostenlos?
Die ersten 5 Tage schreibst du kostenlos. Danach brauchst du Premium, als Jahresabo oder als Einmalkauf, um jeden Tag weiterzuschreiben.
Kann jemand anderes meine Einträge lesen?
Deine Einträge liegen nur auf deinem Gerät, nicht auf einem Server. Mit Premium kannst du die App zusätzlich mit Face ID sperren.
Wie sichere ich meine Einträge?
Mit dem Export als PDF oder Text (Premium). Da es keine Cloud gibt, ist der Export deine Sicherung.
Wie viele Dinge sollte ich am Tag aufschreiben?
Drei reichen. Mehr machen die Übung nicht besser, nur länger. Warum gerade drei, erklären wir bei der Übung „Drei gute Dinge“.